JOHANNA'S TIERKOMMUNIKATION

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Mein Hund und ich – eine Verbindung, die mein Leben veränderte

Inhalt

Katzenverhaltensberaterin & Pädagogin Mara Hoffmann hat zur Blogparade mit dem Titel "Mein Tier und ich – eine Verbindung, die mein Leben veränderte" eingeladen. Wie sehr fühlte ich mich bei diesem Titel sofort angesprochen.

Deshalb erzähle ich dir hier meine Geschichte - oder vielmehr die Geschichte von meinem ersten Hund und mir. Und wie sie mein Leben veränderte. Aber lies' selbst...

Und dann kam dieser Hund

Mit 14 durfte ich mein erstes eigenes Tier haben. Eigentlich hatte ich zunächst eine ganz andere Idee. Wir hatten bereits ein Shetlandpony, das ich nicht mehr reiten konnte, und weil alle anderen in meiner Familie ein Pferd hatten, dachte ich darüber nach, mir ein größeres Pony zu kaufen.

Irgendwann kam ich von dieser Idee ab und dachte: Es könnte ja auch ein Hund sein. Also begannen wir uns nach einem Hund umzusehen. Weil unser Familienhund sich nicht besonders gut mit anderen Hunden verstand, war die Idee, einen Welpen zu nehmen. Wir schauten in den umliegenden Tierheimen, fanden dort aber keinen Welpen, bei dem wir uns zutrauten, ihn aufzunehmen.

Dann entdeckten wir in der Zeitung eine Anzeige für einen Harzer Fuchs Welpen.

Wir hatten keine Ahnung, was ein Harzer Fuchs ist. Also informierten wir uns, schauten uns den Welpen an und fuhren erst einmal wieder nach Hause.

Und dann habe ich aus einer ziemlich rationalen Überlegung heraus entschieden: Entweder ich nehme diesen Hund jetzt – oder ich muss wahrscheinlich noch gefühlte Ewigkeiten warten, bis ich einen eigenen Hund bekommen kann. Also sagte ich: Ich nehme ihn.

Dass diese Entscheidung einmal mein ganzes Leben beeinflussen würde, konnte ich damals natürlich nicht wissen.

Eine Entscheidung fürs ganze Leben

Zunächst einmal war ich mit dieser Entscheidung ziemlich überfordert. Kaum war der Welpe eingezogen, wurde ich richtig krank. Mehr als eine Woche lag ich nur im Bett. Meine Mutter übernahm in dieser Zeit die komplette Versorgung des Welpen.

Das hatte zur Folge, dass es einige Zeit dauerte, bis für diesen kleinen Hund überhaupt klar war, wer eigentlich seine Bezugsperson ist. Zunächst war das ganz offensichtlich meine Mutter.

Unsere gemeinsame Geschichte beginnt

Als ich wieder gesund war, konnte ich mich selbst um ihn kümmern. Und damit begann unsere gemeinsame Geschichte eigentlich erst richtig.

Wir gingen in die Hundeschule. Dort machten wir gute, aber auch einige schlechte Erfahrungen. Vor allem aber begann ich, meinen Hund wirklich zu beobachten.

Ich lernte, auf kleine Veränderungen zu achten. Zu sehen, wie er sich verhielt und was er mir damit wahrscheinlich sagen wollte. Ich lernte, ihn einzuschätzen und immer besser zu verstehen, wie er tickt und was er braucht.

Damals wusste ich noch nicht, wie wichtig diese Fähigkeit für meinen späteren Weg werden würde. Ich wusste nur: Ich wollte meinen Hund verstehen.

Ein Harzer Fuchs Welpe liegt auf den Fliesen und hat den Kopf auf einem Napf angelegt.

Mein Hund als Welpe, wenige Tage nach seinem Einzug. Das Leben war so aufregend, dass er manchmal beim Trinken über dem Wassernapf einschlief.

Wir sind miteinander erwachsen geworden

Aus diesem Welpen wurde schnell ein schlaksiger Junghund, dann ein wunderschöner erwachsener Hund und letzlich mein Lebensbegleiter.

Er war bei mir, als ich zur Schule ging, später studierte und meine ersten Arbeitsstellen ausübte. Wir sind mehrfach gemeinsam umgezogen. Er war dabei, wenn sich mein Leben veränderte, wenn etwas neu begann und wenn ich mich selbst wieder neu sortieren musste.

Gemeinsam durch die Lebensphasen

Diese Verbindung zwischen uns war sehr besonders. Jede meiner Alltags- und Lebensentscheidungen richtete sich auch nach meinem Hund.

Wir kannten uns gegenseitig so gut wie niemand sonst. Ich wusste, wie er morgens drauf war. Ich wusste, was ihm wichtig war, was er mochte und was er nicht mochte. Ich wusste, wann ich ihn besser in Ruhe ließ und wann er meine Nähe suchte. Und er kannte mich, meine Stärken und meine Schwächen.

Über die Jahre ist viel passiert und wir haben uns miteinander verändert - Seite an Seite. Einen Sommer verbrachten wir gemeinsam auf einer Alm in Österreich - ohne vorher zu ahnen, dass das unsere letzte gemeinsame Zeit sein würde. Diese Monate waren sehr besonders und intensiv und sie gehören für mich zu den vielen gemeinsamen Erinnerungen, aus denen sich die Verbindung zwischen mir und meinem Hund zusammensetzt.

Dreizehn Jahre Seite an Seite

Insgesamt waren wir 13 Jahre Seite an Seite und als mein Hund starb, hatte ich fast die Hälfte meines Lebens mit ihm verbracht.

Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, wird mir immer wieder bewusst, wie viel Sicherheit in dieser Vertrautheit lag. Ich konnte mich auf ihn verlassen. Und er konnte sich auch auf mich verlassen.

Diese Verlässlichkeit, dieses füreinander da sein, war für mich ganz selbstverständlich, als er noch lebte. Erst als er nicht mehr da war, wurde mir bewusst, wie tief unsere Verbindung wirklich war.

Kopf von einem Harzer Fuchs - Hund von vorne, dahinter die Beine eines Menschen

Bei einem unserer regelmäßigen Fotoshootings mit einer befreundeten Fotografin: Hierbei zeigte sich immer wieder, wie hilfreich es ist, Signale auch über Sichtzeichen und über (große) Entfernungen hin zu trainieren.

Von meinem eigenen Hund hin zu meinem Weg mit Hunden

Der Tod meines Hundes hat mich tief getroffen. Eine Freundin begleitete uns mit Tierkommunikation während seines Sterbeprozesses. Diese Begleitung war sehr wertvoll für mich. Trotzdem war sein Tod für mich ein sehr emotionaler, dramatischer und tiefgreifender Einschnitt.

Zu diesem Zeitpunkt war die Tierkommunikation noch kein fester Bestandteil meines Lebens. Ich hatte einen ersten Einblick bekommen, aber ich wusste noch nicht, dass sie mich viele Jahre später einmal beruflich begleiten würde.

Ich kam ohne meinen Hund aus Österreich zurück und stand gleichzeitig vor einem kompletten Umbruch in meinem Leben. Ich hatte keine eigene Wohnung, keinen Job und keinen Plan mehr, wie es weitergehen sollte, da alle meine Pläne für mich und meinen Hund gedacht waren.

Ohne Hunde konnte ich nicht sein

Einen neuen Hund konnte und wollte ich in dieser Situation nicht aufnehmen. Aber ganz ohne Hunde konnte ich auch nicht sein. Also wurde ich ehrenamtliche Gassigängerin in einem Tierheim. Und dort merkte ich ziemlich schnell: Ich war Expertin für meinen eigenen Hund gewesen. Aber das Wissen, das ich über ihn hatte, reichte nicht aus, um die vielen anderen Hunde mit ihren ganz unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen zu verstehen.

Ich wollte diesen Hunden bestmöglich helfen. Deshalb begann ich mich intensiver mit Hundeverhalten zu beschäftigen und schließlich eine Ausbildung zur Hundetrainerin zu machen. Ursprünglich hatte ich überhaupt nicht vor, als Hundetrainerin zu arbeiten. Ich wollte einfach den Hunden im Tierheim helfen.

Wenn Hilfe nachhaltig sein soll

Auf den fast täglichen Spaziergängen mit den Hunden aus dem Tierheim wurde mir schnell klar: Wenn ich Hunden wirklich nachhaltig helfen möchte, reicht es nicht, mit ihnen zu arbeiten. Ich muss auch ihre Menschen dabei unterstützen, ihre Hunde lesen und verstehen zu lernen.

Denn der Mensch, der mit dem Hund lebt, ist derjenige, der ihn jeden Tag begleitet. Er muss erkennen können, was sein Hund ihm mit seinem Verhalten sagen möchte, seine Bedürfnisse verstehen und wissen, wie er ihn in unterschiedlichen Situationen unterstützen, begleiten und führen kann.

Für mich bedeutet gutes Hundetraining und gute Hundeverhaltensberatung deshalb nicht, einen Hund einfach so zu verändern, dass er besser in unsere Vorstellungen passt. Es geht darum, dass Mensch und Hund einander besser verstehen lernen und der Mensch zum Experten beziehungsweise zur Expertin für seinen eigenen Hund wird.

Und so wurde aus meinem Wunsch, den Hunden im Tierheim zu helfen, schließlich mein Beruf als Hundetrainerin.

Tierkommunikatorin Johanna Fleischmann mit ihren Hunden auf einer Wiese beim Training.

Die Herausforderung im Training mit zwei oder mehr Hunden ist deutlich höher als mit einem Hund alleine. Es gilt die Dynamik zwischen den Hunden zu berücksichtigen und die unterschiedlichen Persönlichkeiten eines jeden Hundes.

Und dann kam die Tierkommunikation

Im Sommer 2014 starb mein Hund in Österreich auf der Alm. Dass eine Freundin mit ihm telepathisch sprach und mir seine Sichtweise mitteilen konnte, war eine Erfahrung, die meinen weiteren Weg entscheidend beeinflusste. Ich fasste den Entschluss, dass ich Tierkommunikation selbst lernen wollte.

Für mich war es nicht neu mit Tieren zu sprechen. Schon mein ganzes Leben lang sprach ich mit Tieren. Aber ihre Antworten bewusst wahrzunehmen war mir bis dahin nicht möglich.

Im Dezember 2014 besuchte ich deshalb meinen ersten Kurs in Tierkommunikation bei Catherin Seib. Und dabei blieb es nicht. Es folgten viele weitere Kurse und Übungstage. Später kamen auch Kurse zum schamanischen Reisen, Krafttierreisen und weiteren energetischen Methoden bei Ivonne Timme dazu.

Ein neuer Zugang zu Tieren

Lange Zeit war die Tierkommunikation etwas, das ich ausschließlich für mich machte. Ich wollte meinen eigenen Zugang zu Tieren vertiefen und verstehen, was möglich ist, wenn ich mich noch bewusster auf diesen Austausch einlasse.

Mit der Zeit wurde ich jedoch immer wieder von Menschen gefragt, ob ich auch mit ihren Tieren sprechen würde. Und irgendwann merkte ich: Die Nachfrage ist da. Und ich kann tatsächlich etwas bewegen, wenn ich Menschen dabei unterstütze, ihre Tiere besser zu verstehen, indem ich zwischen ihnen vermittle und die Informationen aus dem Tiergespräch weitergebe.

So wurde aus etwas, das ursprünglich ganz persönlich für mich begonnen hatte, nach und nach ein weiterer Teil meines beruflichen Weges. Seit 2017 arbeite ich als Hundetrainerin, weil ich die Arbeit mit Hunden und Menschen liebe. Parallel dazu bin ich weiterhin mit einigen Stunden als Sozialarbeiterin tätig – hatte ich doch Sozialarbeit studiert, weil ich die Arbeit mit Menschen sehr bereichernd finde. Und 2023 begann ich schließlich auch, professionell als Tierkommunikatorin zu arbeiten.

Was Tierkommunikation für mich bedeutet

Wenn ich heute zurückblicke, fühlt sich diese Entwicklung gleichzeitig überraschend und vollkommen logisch an. Denn die Tierkommunikation hat mir nicht etwas völlig Fremdes beigebracht. Sie hat vielmehr einen Zugang, den ich schon immer zu Tieren hatte, bewusster gemacht. Ich habe gelernt, noch genauer zuzuhören. Und nicht nur auf das zu achten, was ein Tier mit seinem Verhalten zeigt, sondern mich auch für das zu öffnen, was es mir auf einer anderen Ebene mitteilen möchte.

Für mich ist Tierkommunikation deshalb vor allem eines: ein weiterer Kanal für Beziehung und Austausch auf Augenhöhe. Und ganz sicher begann auch dieser Teil meines Weges mit meinem ersten Hund – genau in dem Moment, in dem ich seine irdische Existenz loslassen musste.

Tierkommunikatorin Johanna Fleischmann mit ihrem Hund - sie blicken sich in die Augen

Die Verbindung zu meinen Hunden ist durch die Tierkommunikation noch inniger geworden.

Unsere Verbindung ist noch da - aber anders

Mein Hund ist inzwischen seit fast zwölf Jahren nicht mehr körperlich an meiner Seite. Und trotzdem ist unsere Verbindung noch da.

Manchmal vermisse ich ihn noch. Ich vermisse es, ihn neben mir zu sehen und zu spüren. Seine körperliche Präsenz. Die gemeinsamen Spaziergänge, unsere Erlebnisse, die Selbstverständlichkeit, mit der er einfach da war. Manchmal trauere ich genau darum: dass unser gemeinsames Leben in dieser körperlichen Form vorbei ist.

Wenn die körperliche Nähe fehlt

Trauer bedeutet für mich deshalb nicht, dass eine Verbindung irgendwann einfach aufhört. Sie verändert sich. Heute kann ich meinen Hund über die Tierkommunikation bewusst kontaktieren. Wir können miteinander sprechen. Es ist ein Austausch auf Seelenebene, die keinen Körper braucht.

Ich denke täglich in Liebe und Dankbarkeit an ihn. Manchmal ist seine Präsenz ganz deutlich spürbar. Er ist einfach da. Und manchmal ist es nur ein Gedanke, eine Erinnerung oder dieses vertraute Gefühl von: Da bist du ja.

Mein Hund ist für mich viel mehr als die Erinnerung an einen Hund, mit dem ich einmal 13 Jahre meines Lebens geteilt habe. Er ist mein Ratgeber, mein Lehrmeister und mein Unterstützer.

Manchmal begleitet er mich auch in meiner schamanischen Arbeit mit meinen Kundinnen. Dann fühlt es sich für mich an, als würde er mich auf eine andere Weise weiterhin in meinem Leben begleiten.

Er begleitet mich bis heute

Wenn ich heute auf meinen beruflichen Weg zurückblicke, kann ich deshalb gar nicht sagen, dass mein Hund nur der Anfang meiner Geschichte mit Hunden beziehungsweise Tieren war.

Er ist bis heute ein Teil dieser Geschichte. Sein Tod hat unsere gemeinsame Zeit in der körperlichen Welt beendet. Aber er hat nicht unsere Verbindung beendet.

Vielleicht ist das eine der tiefsten Erfahrungen, die ich aus dieser Beziehung mitgenommen habe: Liebe und Verbindung sind nicht an körperliche Anwesenheit gebunden.

Harzer Fuchs im Galopp auf einer Wiese
Harzer Fuchs im Galopp auf einer Wiese
Harzer Fuchs im Galopp auf einer Wiese

Die liebevolle Verbindung zu meinem Hund – und zu all unseren Tieren – bleibt auch über den Tod hinaus bestehen.

FOLGE MIR

Tierkommunikatorin Johanna Fleischmann lehrt in ihren Kursen Tierkommunikation.

Hallo, ich bin Johanna - Tierkommunikatorin aus Leidenschaft

Seit über 11 Jahren ist Tierkommunikation fester Bestandteil meines Zusammenlebens mit meinen Tieren. Seit über 3 Jahren biete ich Tierkommunikation auch professionell an.

Ich weiß, wie tief die Verbindung zwischen Mensch und Tier sein kann - und wie viel sich verändert, wenn wir beginnen, unseren Tieren wirklich zuzuhören.

Genau deshalb gebe ich mein Wissen auch in Kursen weiter und bestärke Frauen darin, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen und Tierkommunikation selbst zu erlernen.

Wenn du neugierig bist, wie Tierkommunikation dich und dein Tier in Zeiten von Veränderung unterstützen kann:


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